Was verstehen wir unter Transition - eine Defintion

Transition wird auf Lebensereignisse bezogen, die eine Bewältigung von Veränderungen auf mehreren definierten Ebenen erfordern – der individuellen, interaktionalen und der kontextuellen – und in der Auseinandersetzung des Einzelnen und seines sozialen Systems mit gesellschaftlichen Anforderungen Entwicklungen stimulieren und als bedeutsame biographische Erfahrungen in der Identitätsentwicklung ihren Niederschlag finden.

nach W. Griebel, R.Niesel, 2011

Gelingensfaktoren

  • Das Kind steht im Zentrum. Eltern sind Akteure und Mitgestalter des Übergangs.
  • Fachpersonen aus dem Vorschulbereich und Kindergartenlehrpersonen sind Moderatorinnen des Übergangsprozesses.
  • Alle Beteiligen respektieren sich gegenseitig und arbeiten auf Augenhöhe.
  • Alle an Bildung und Erziehung Beteiligte partizipieren.
  • Ko-Konstruktion als Lernprinzip. Dialog als Gesprächsprinzip im Austausch über Bildungsaufgaben – und Ziele, Vorstellungen und pädagogische Ansätze. Schaffung einer lernenden Gemeinschaft.
  • Verstärkung des Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit den Eltern.
  • Entwicklung einer Kooperations- und Kommunikationskultur.
  • Schaffung von funktionierenden Strukturen und Netzwerken.
  • Prozessorientierung
  • Transitionsmodell als Grundlage für die Konzeption der Übergangsphase.

nach www.lernen-vor-ort.net, 2011

Ideen für Kooprationenmodelle von Kitas und Spielgruppen mit Kindergärten und Betreuung

Das Ziel der Kooperationsmodelle ist es, Kinder und Eltern am Prozess zu beteiligen. Die Fachpersonen moderieren den Prozess.

  •  Elterngespräche mit allen Beteiligten
  •  Hospitation der Kinder im Kindergarten
  •  Elterninformationen mit Einbezug der Elternmitwirkung oder Eltern der grösseren Kinder / Brückenbauerinnen
  •  Rituale
  •  Gemeinsame Themenelternabende, Feste, Veranstaltungen
  •  Elterncafés mit der Betreuung
  •  Öffnung der Betreuungsangebote für Eltern am 1. Kindergartentag
  •  Götti/Gottesystem nach dem Schnupperbesuch
  •  Strukturelle Rahmenbedingungen (Informationsfluss, Kita, Schule, Eltern)
  •  Lesepatenschaft (auch mittags mit Eltern)
  •  Thementage z. B. Spielen, Fussball oder Hunde
  •  Gemeinsame Events: Olympiade, Schulrally (z.B. Sponsorenläufe) oder Ausflug /Wandertage
  •  Teilnahme an Workshops / Nachmittagsangeboten (Sport, Kunst, Musik…)
  •  Besuch der Kindergartenkinder in der Kita, der Spielgruppe

 

Transitionen beinhalten hohe Entwicklungsanreize und fordern von den Kindern die Entwicklung von vielen Kompetenzen, können aber auch belasten und  überfordern.

Handouts und Informationen

Ich habe einige Unterlagen für einen Workshop im Rahmen von QUIMS zusammengestellt. www.lernortfamilie.ch/elternwissen.html

Übergang begleiten - ein Film aus einer Genfer Kita

Begleitend zur Publikation hat der belgische Filmemacher Baptiste Janon einen Kurzfilm zum Thema Übergänge in einer Genfer Kindertagesbetreuungseinrichtung gedreht.

Übergänge in der Bildung und Betreuung von Kindern erleichtern

pro enfance und kibesuisse haben im Rahmen eines gemeinsamen Projekts eine Broschüre veröffentlicht, welche die Übergänge im Leben von Kindern in der Schweiz thematisiert – zum Beispiel Übergänge zwischen Bildungs- und Betreuungsorten, Bezugspersonen oder Schulstufen.

Die Publikation zeigt zudem neun Beispiele guter Praxis für die Gestaltung und Koordination von Übergängen aus Gemeinden und Kantonen in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz auf.

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